Herkunft, Verwendung und Eigenschaften von Konjakpflanze und Produkten aus Konjak

Herkunft, Verwendung und Eigenschaften von Konjakpflanze und Produkten aus Konjak

Herkunft und Verwendung

Selbstverständlich haben Produkte aus der Konjak-Pflanze nichts mit dem gleich klingenden Weinbrand Cognac gemeinsam. Letzterer wird aus Weißweinen aus den Anbaugebieten rund um die französische Stadt Cognac gewonnen.

Die Konjakpflanze bzw. Teufelszunge (Amorphophallus konjacSyn.Amorphophallus rivieri) stammt urspünglich wohl aus Südostasien, kommt mittlerweile aber im gesamten ostasiatischen Raum vor.

Sie bevorzugt feuchte Standorte in den dort herrschenden Tropen und Subtropen. Die Knolle der Teufelszunge wird als Konjak-Wurzel bezeichnet.

Diese Knolle ist reich an Glucomannanen. Glocomannane sind reine Ballaststoffe, die hervorragend Wasser binden. Durch die feuchtigkeitsspeichernden Eigenschaften wird die Konjakwurzel in vielen kosmetischen Produkten verarbeitet.

Die Konjakwurzel kommt allerdings vor allem in der japanischen Lebensmittelindustrie zum Einsatz.

In der asiatischen Küche wird Kojak seit über 1.500 Jahren verwendet. Hier dient Konjakmehl aus Konjakwurzeln z.B. zur Herstellung von Konjak-, sogenannten Shirataki-Nudeln und Konjak-Reis, die u.A. für eine kohlenhydratreduzierte Ernährungsweise besonders interessant sind.

Konjak-Reis wächst also nicht 1:1 in der Natur, sondern ist ein Reis-ähnliches Produkt, das aus dem Mehl der Konjak-Wurzel hergestellt wird.

Was macht die Konjakwurzel als Basis (nicht nur) für ketogene Lebensmittel interessant?

    1. Die Konjakwurzel ist geschmacksneutral

    Kojakprodukte haben i.d.R. keinen Eigengeschmack und sind daher vielseitig als Beilage einsetzbar.

    2. Die Konjakwurzel macht schnell satt

    Durch die Fähigkeit große Mengen Wasser zu speichern, sorgen Konjak-Produkte für ein hohes Volumen und daher schnelles und hohes Sättigungsgefühl.

    Konjak besitzt die höchste bekannte Wasserbindungskapazität aller Naturprodukte. Es kann die 50-fache Wassermenge seiner Eigenmasse binden.

    3. Reduzierung von Heißhungerattacken

    Eine Studie der Mahidol-Universität Bangkok (Annex. 1) hat ergeben, dass das in der Konjak-Wurzel enthaltene Glocomannan durch die Reduzierung von Ghrelin, einem Hormon, das wesentlich für die Steuerung des Appetits verantwortlich ist zu einer Reduzierung von Heißhungerattacken führen kann.

    4. Förderung der Verdauung

    Durch die hohe Wasserlöslichkeit und Quellwirkung wird die Verdauung gefördert bzw. das Verdauungssystem gestärkt, indem die Darmbewegung gefördert und Verstopfungen vorgebeugt wird.

    5. Die Konjakwurzel enthält viele Ballaststoffe

    Durch die sehr hohe Menge der enthaltenen Ballaststoffe wird die Ansiedelung „guter Bakterien“ im Darm, dem Immunzentrum unseres Körpers angeregt.

    Da Ballaststoffe in der ketogenen und low-carb Ernährung häufig fehlen, kommt dieser Eigenschaft von Kojak-Produkten hier eine noch höhere Bedeutung zu.

    6. Die Konjakwurzel hat antibakterielle Eigenschaften

    In der Konjakpflanze enthaltene Antioxydantien stärken das Immunsystem.

    7. Die Konjakwurzel hat kaum Kohlenhydrate

    Konjak-Produkte sind ihren Referenzprodukten wie klassischen asiatischen Nudeln oder Reis in Bezug auf Konsistenz und Mundgefühl sehr ähnlich, beinhalten im Gegensatz zu diesen allerdings kaum Kohlenhydrate. Während in 100g gekochtem klassischem Reis 17,5g Kohlenhydrate stecken, hat der KETOFAKTUR® Kojak-Reis gerade einmal 0,7g Kohlenhydrate pro 100g.

    8. Konjakwurzeln erhalten kaum Kalorien

    Während herkömmlicher gekochter Reis ca. 120-130 kcal pro 100g enthält, sind es beim KETOFAKTUR® Konjak-Reis gerade einmal 38 kcal/100g.

    *Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat am 9. Dezember 2010 in Umsetzung der Health-Claims-Verordnung folgende gesundheitsbezogene Angabe als wissenschaftlich gerechtfertigt beurteilt:[9] „Verminderung des Körpergewichtes, wenn mindestens 3 g täglich in 3 Portionen von jeweils mindestens 1 g mit jeweils 1–2 Glas Wasser jeweils vor einer Mahlzeit durch eine übergewichtige Person eingenommen wird.“    

    *Quelle: Wikipedia

    Dass diese Beurteilung aus dem Jahr 2010 stammt zeigt, dass hier unzählige aktuelle Studien bisher keinerlei Berücksichtigung fanden, die unserer Meinung nach mittlerweile die Zulassung von deutlich mehr gesundheitsbezogenen Angaben rechtfertigen würden.

    Welche Arten von Konjak-Nudeln oder Konjak-Reis gibt es und worin bestehen die Unterschiede?

    Meistens werden Konjak-Produkte bereits vorgekocht – sehr oft in Lake - verkauft. Das ist vermutlich nicht jedermanns Sache.

    Noch immer riechen viele dieser Laken sehr unangenehm nach Fisch und sind, auch wenn dieser Geruch sich meist nicht im fertigen Produkt niederschlägt daher unserer Meinung nach nicht zu favorisieren.

    Ein weiterer Nachteil eingelegter/vorgekochter Kojak-Produkte ist, dass der Anwender kaum Möglichkeiten hat, die Produkte nach eigenem Geschmack und Mundgefühl zuzubereiten. Es geht zwar schnell, aber wir fragen uns hier tatsächlich jedes Mal, in welcher Flüssigkeit tatsächlich gekocht wurde und was davon noch am/im fertigen Produkt verbleibt.

    Trockenprodukte haben hingegen unserer Meinung nach deutliche Vorteile.

    Sie sind i.d.R. länger haltbar und lassen sich wesentlich besser dosieren, als die vorgekochten Alternativen, bei denen angebrochene Packungen normalerweise innerhalb kürzester Zeit aufgebraucht werden müssen.

    Wir sind daher zu der Überzeugung gelangt, dass getrocknete Konjakprodukte die beste Lösung mit den vielfältigsten Vorteilen darstellen, daher bieten wir unseren KETOFAKTUR® KONJAK-REIS No69 ausschließlich in getrockneter Form an.

    Hinweis zur Interpretation der Nährwerte

    Die wichtigsten Nährwerte selbst haben wir bereits im oberen Abschnitt dieses Artikels herausgestellt und ihre Stärken ausgiebig erläutert.

    Beim Vergleich der Nährwerte von Konjak- mit ihren Vergleichsprodukten sollte man wie üblich dringend beachten, immer denselben Aggregatzustand der Produkte miteinander zu vergleichen.

    Oft geben Hersteller nämlich nur die Nährwerte des Trockenprodukts an, ohne explizit darauf hinzuweisen.

    Beim Vergleich der Werte eines Trockenprodukts mit einem verzehrfertig gekochten führt dann häufig zu Verwirrung und fehlerhafter Interpretation.

    Also: Immer nur die Nährwerte von z.B. 100g gekochtem herkömmlichem Reis mit 100g gekochtem Konjak-Reis laut entsprechenden Zubereitungshinweisen vergleichen.

    Nur dann ergibt sich eine sinnvolle Aussage.

    Zubereitung von Konjak-Reis (Achtung: wichtig!)

    Wie bei allen Produkten gilt es beim getrockneten Konjak- Reis ganz besonders, sich an die Zubereitungsempfehlung des Herstellers zu halten. 

    Getrockneter Konjak-Reis enthält häufig Tapioka-Mehl. Tapioka oder auch Tapiokastärke genannt, ist eine glutenfreie und nahezu geschmacksneutrale Stärke, welche aus der Maniokwurzel hergestellt wird.

    Durch die enthaltene Tapiokastärke ist es wichtig, den Konjak-Reis in ausreichend Wasser/Flüssigkeit zu kochen und diese Flüssigkeit im Anschluss abzugiessen, da hierdurch die Reststärke des Tapiokamehls ausgewaschen wird.

    Zusätzlich muss der Reis nach dem Kochen laut Anleitung mit heißem/kochendem Wasser gespült werden.

    Dies gilt auch für Rezepte wie Milchreis, wo der Reis normalerweise direkt in der Milch bzw. veganen Alternative gekocht wird. Hier sollte man den Konjak-Reis ebenfalls erst separat nach Anleitung kochen und dann im Anschluss damit den Milchreis ansetzen.

    Wird der Reis nicht separat gekocht und gespült, können durch die Reste der Tapiokastärke mehr Kohlenhydrate im Reis enthalten sein, als dies bei ordnungsgemäßer Zubereitung der Fall wäre.

    Wer also wie wir in der ketogenen Ernährung sehr genau auf seine Kohlenhydrataufnahme achtet, muss hier nach Vorgabe zubereiten.

    Verzehr

    Durch den hohen Anteil an Ballaststoffen durch die Glucomannane sollte man sich bei den ersten Mahlzeiten ein wenig an die Menge herantasten. Man darf nicht vergessen, dass 100g gekochter Konjak-Reis rund 18g Ballaststoffe enthalten.

    Für Personen mit einem bereits hohen Ballaststoffanteil in der täglich Nahrung stellt dies in der Regel kein Problem dar. Wer bisher eher Probleme hatte, über seine Ernährung ausreichend viele Ballaststoffe zu sich zu nehmen, sollte zuerst mit etwas weniger starten.

    Empfohlen werden für Erwachsene übrigens mindestens 30-40g Ballaststoffe pro Tag. Für Diabetikern liegt die Empfehlungen sogar bei 40-50g.

    Vor und beim Verzehr von Konjak-Produkten empfiehlt es sich zudem, ausreichend Wasser zu trinken. Hierdurch lässt sich vermeiden, dass statt einer positiven Wirkung - nämlich einer Förderung der Verdauung - das Gegenteil in Form einer Verstopfung einsetzt.

    Da Ballaststoffe die Aufnahme bestimmter Medikamente wie Schmerzmittel oder Cholesterinsenker im Darm verzögern, sollten Betroffene vor deren Einnahme prüfen, ob ggf. ein zeitlicher Abstand von 1-2 Stunden zu einer größeren, ballaststoffreichen Mahlzeit erforderlich ist.

    Referenzen:

    Annex. 1: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19108925//

    Annex. 2: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18041436/